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Abwasserbeseitigung

Allgemeine Zuständigkeit / Ansprechpartner
Zentrale Abwasserbeseitigung
- in Wyk auf Föhr

- im Bereich Föhr-Ost
- im Bereich Föhr-West
Dezentrale Abwasserbeseitigung auf Föhr (Fäkalschlammbeseitigung)

Allgemeine Zuständigkeit / Ansprechpartner

Die Aufgaben der kommunalen Abwasserbeseitigung obliegen für den Bereich der Insel Amrum dem Unternehmen

Versorgungsbetriebe Amrum AöR
Strundwai 5
25946 Nebel

Tel. 04682 941120
Fax 04682 941115
E-Mail: ng@vb-amrum.de

Für den Bereich der Insel Föhr sind diese Aufgaben unterschiedlich verteilt. Die Festsetzung, Verwaltung und das Inkasso der Abwassergebühren wird im Namen des Amtes durchgeführt vom

Wasserbeschaffungsverband Föhr Verlinkungsziel in neuem Fenster (WBV)
Am Wasserwerk 1
25938 Wrixum

Tel. 04681 5928-0
Fax 04681 5928-20
E-Mail: info@wbv-foehr.de

Der Wasserbeschaffungsverband ist damit Ihr "erster Ansprechpartner", wenn es um die Festsetzungsbescheide zu den Benutzungsgebühren der kommunalen Abwasserbeseitigung auf Föhr geht.

Aufgrund der historisch gewachsenen Struktur der politischen Gemeinden auf Föhr existieren hier mehrere, voneinander getrennt zu führenden kostenrechnende Einrichtungen für die Abwasserbeseitigung. Für jede dieser Einrichtungen sind eigene Entscheidungsträger verantwortlich, es ist jeweils separates Satzungsrecht für diese Einrichtung zu erlassen und es gibt auch eine separate Abgabenkalkulation für jede einzelne Einrichtung. Entsprechende Aufgabenübertragungsbeschlüsse wurden zuletzt im Jahre 2014 gefasst.

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Zentrale Abwasserbeseitigung Wyk auf Föhr

In Wyk auf Föhr wurde im Jahre 1954 mit dem Bau einer Vollkanalisation und einer mechanischen Kläranlage begonnen. Seit 1967 ist das gesamt Stadtgebiet an die Kanalisation angeschlossen.

Der Anstieg der Einwohner- und Gästezahlen machte eine Erweiterung der Kläranlage erforderlich, die in den Jahren 1971 bis 1975 von bisher 8.400 Einwohnergleichwerte (EGW) auf 22.000 EGW aufgestockt wurde. Seit 1988 sind verschiedene Maßnahmen zur weitergehenden Klärung der Abwässer in der Kläranlage getroffen worden. Eine Kläranlagenerweiterung auf 33.000 EGW wurde notwendig. Zunächst ist eine Anlage zur biologischen Reduzierung und Überwachung der Phosphatwerte in Auftrag gegeben worden. Der Einbau einer UV-Entkeimungsanlage erforderte umfangreiche Umbaumaßnahmen auf dem Klärwerk. Nach dem Einbau der Filtrationsanlage folgte die Nitrifikation und Denitrifikation.

Im Unterschied zu vielen anderen Kommunen hat Wyk auf Föhr von seinen Anschlussnehmerinnen und Anschlussnehmern bisher generell keine einmaligen Anschlussbeiträge zur Mitfinanzierung der Bau- und Investitionskosten erhoben. Man hat sich vielmehr dafür entschieden, die nicht durch Zuweisungen gedeckten Investitionskosten durch öffentliche Darlehen und Kreditmarktmittel zu finanzieren. Für die Anschlussnehmerinnen und Anschlussnehmer bedeutet dies eine überdurchschnittliche Gebührenbelastung, weil angemessene Abschreibungen und kalkulatorische Zinsen zu erwirtschaften sind. Dennoch ist es insbesondere in den Jahren ab 1987 zu ansehnlichen Gebührenüberdeckungen in den Sonderabschlüssen der Abwasserbeseitigung in Wyk auf Föhr gekommen. Der Stand der Gebührenausgleichsrücklage betrug per Jahresanfang 2014 immer noch etwa 2 Mio. € und soll nach dem Willen der politischen Entscheidungsträger sukzessive abgebaut werden.

Man hat sich deshalb dafür entschieden, die Abwassergebühr, die in Form einer reinen Verbrauchsgebühr (m³ Abwasser ohne Grundgebühr) erhoben wird, zum 1. Januar 2014 auf 2,80 € pro Kubikmeter Abwassermenge (vorher 3,40 €/m³) abzusenken. Derzeit gibt es politische Überlegungen über eine eventuelle Wiedereinführung von Grundgebühren, damit auch die sogenannten Kleineinleiter angemessen an den Vorhaltekosten und den fest stehenden, also unabhängig von der Inanspruchnahme der Einrichtung entstehenden Fixkosten beteiligt werden.

Das aktuelle Satzungsrecht zur zentralen Abwasserbeseitigung in Wyk auf Föhr ist im Bereich des Wyker Ortsrechts zu finden.

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Zentrale Abwasserbeseitigung im Bereich Föhr-Ost

Die Gemeinden Alkersum, Midlum, Nieblum, Oevenum und Wrixum haben mit dem Beginn der erstmaligen Herstellung eines Abwasser-Leitungsnetzes in den 70er Jahren den Abwasserzweckverband Föhr-Ost gegründet und ihm die gemeindlichen Aufgaben der Abwasserbeseitigung übertragen. Die Aufgaben des Zweckverbandes sind aufgrund gesetzlicher Vorgaben (Gesetz über kommunale Zusammenarbeit - GkZ) auf das damalige Amt Föhr-Land und später mit der Fusion der Verwaltungen zum 1. Januar 2007 auf das Amt Föhr-Amrum übergegangen. Es handelt sich bei den fünf betroffenen Gemeinden im Bereich Föhr-Ost um diejenigen Gemeinden, die ihre Schmutzwässer zur Kläranlage der benachbarten Stadt Wyk auf Föhr verbringen und dort behandeln lassen.

Der Bereich Föhr-Ost bildet somit ein einheitliches Abrechnungsgebiet mit einer entsprechend einheitlichen (für alle Anschlussnehmerinnen und Anschlussnehmer im Bereich Föhr-Ost gleichermaßen geltenden) Abgabenkalkulation und gleichlautendem Satzungsrecht, das vom Amt Föhr-Amrum bestimmt wird. Die Abwassergebühren werden als Grund- und Zusatzgebühren erhoben. Die Grundgebühr bemisst sich nach der Größe (Nennweite) des Wasserzählers und beträgt beispielsweise für den überwiegend vorhandenen Zähler (MID Q3 = 4 [Qn 2,5]) jährlich 204,00 €; die Zusatzgebühr (Verbrauchsgebühr) beträgt derzeit 2,48 € je Kubikmeter Abwassermenge.

Das aktuelle Satzungsrecht zur zentralen Abwasserbeseitigung für die Gemeinden Alkersum, Midlum, Nieblum, Oevenum und Wrixum finden Sie unter dem Ortsrecht des Amtes Föhr-Amrum.

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Zentrale Abwasserbeseitigung im Bereich Föhr-West

Die Gemeinden Borgsum, Dunsum, Oldsum, Süderende, Utersum und Witsum betreiben die unschädliche Beseitigung des Abwassers jeweils als eigene öffentliche Einrichtung. Das heißt, für jede dieser Gemeinden gibt es eine eigene Abgabenkalkulation und jeweils eigenes Satzungsrecht über die die Gemeindevertretung bzw. (in Dunsum und Witsum) die Gemeindeversammlung zu entscheiden hat. Dabei verfügt die Gemeinde Utersum über eine eigene Kläranlage, in der auch die Abwässer der umliegenden Gemeinden im Bereich von Föhr-West behandelt werden.

Aufgrund unterschiedlicher Vorgaben aus der Zeit der Finanzierung von Investitionskosten zur erstmaligen Herstellung der Abwassereinrichtungen in den Föhr-West-Gemeinden (vereinzelt wurden im Verhältnis zu den Herstellungskosten relativ hohe, vereinzelt aber auch relativ niedrige Kostenanteile aus Kanalanschlussbeiträgen der Anschlussnehmerinnen und Anschlussnehmer finanziert), kommt es im Ergebnis auch zu unterschiedlichen Abwassergebühren. Eine weitere Ursache unterschiedlicher Gebühren in den Föhr-West-Gemeinden ist auch der Kostenaufwand für die seinerzeit erstmalige Herstellung der Abwasseranlagen bezogen auf die Anzahl der jeweiligen Anschlussnehmerinnen und Anschlussnehmer und deren Umfang der Inanspruchnahme der Abwasseranlagen. Die Abwassergebühren betragen ab 2017:

Gemeinde Verbrauchsgebühr
je m³ Abwasser
Grundgebühr Zähler
MID Q3=4 (Qn 2,5)
Grundgebühr je m²
Gebäudegrundfläche
Borgsum 3,90 € 108,00 € -
Kleindunsum 2,00 € 204,00 €  -
Großdunsum 3,00 € 240,00 €  -
Oldsum 3,00 € 144,00 € -
Süderende 3,90 € 288,00 € -
Utersum 2,39 € - 1,18 €
Witsum 3,90 € 108,00 € -

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Dezentrale Abwasserbeseitigung auf Föhr (Fäkalschlammbeseitigung)

Alle Grundstücke auf Föhr, die nicht über eine Anschlussleitung an eine zentrale Abwasseranlage (Kläranlage in Utersum oder Kläranlage in Wyk auf Föhr) angeschlossen sind, unterliegen den Vorschriften der Allgemeinen Abwasserbeseitigungssatzung des Amtes Föhr-Amrum mit der hierzu ergangenen Gebührensatzung. Die amtsangehörigen Gemeinden auf Föhr haben nämlich das Einsammeln, Abfahren und die Beseitigung des in Kleinkläranlagen anfallenden Schlamms und des in abflusslosen Gruben gesammelten Abwassers als Selbstverwaltungsaufgabe zur Ausführung dem Amt Föhr-Amrum übertragen.

Für die dezentrale Abwasserbeseitigung existiert deshalb eine inselweit einheitliche Abgabenkalkulation und für alle mit diesen Aufgaben im Zusammenhang stehenden Entscheidungen ist allein das Amt zuständig und verantwortlich.

Kleinkläranlagen und abflusslose Sammelgruben werden vom Amt bzw. seinen Beauftragten bedarfsgerecht nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik in vorgeschriebenen Zeitabständen geleert oder entschlammt. Die betroffenen Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer haben hierzu nähere Informationen erhalten bzw. werden zeitnah über konkrete Besonderheiten in Kenntnis gesetzt.

Die Gebühren für die dezentrale Abwasserbeseitigung werden ebenfalls als Grund- und Zusatzgebühren erhoben. Die Grundgebühr bemisst sich auch hier nach der Größe (Nennweite) des Wasserzählers und beträgt beispielsweise für den überwiegend vorhandenen Zähler (MID Q3 = 4 [Qn 2,5]) jährlich 112,20 €; die Zusatzgebühr (Verbrauchsgebühr) wird nach der tatsächlich entnommenen Abwasser- oder Schlammmenge bemessen. Sie beträgt beispielsweise für die Regelentleerung von Kleinkläranlagen (soweit Abfuhrtermin rechtzeitig vorher planbar) für jede Entleerung bis zu einer Menge von vier Kubikmetern 100,00 €.

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letzte Aktualisierung dieser Seite: 23.02.2017